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Bayer Vital GmbH - Sun Feb 05 14:13:44 CET 2012
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Fragen & Antworten

Häufig gestellte Fragen ...

Was bedeutet Überaktive Blase?
Warum wird über das Thema Blasenschwäche so wenig berichtet?
Wie viele Menschen sind von Blasenschwäche betroffen?
Sind von Blasenschwäche nicht nur alte Menschen betroffen?
Wie funktioniert unsere Blase?
Wie funktioniert die Harnkontrolle eigentlich?
Welche Ursachen hat die Blasenschwäche?
Gibt es verschiedene Formen von Harninkontinenz?
Was ist eine Dranginkontinenz?
Was ist eine Stress- oder Belastungsinkontinenz?
Was ist eine Mischinkontinenz?
Was ist eine Überlaufinkontinenz?
Was ist eine Reflexinkontinenz?
Wie erkenne ich eine Überaktive Blase?
Wie kann ich mich auf das Arztgespräch vorbereiten?
Was versteht man unter einem Miktionstagebuch und wofür dient es?
Wie diagnostiziert der Arzt eine Überaktive Blase?
Kann man schon präventiv etwas gegen Blasenschwäche tun?
Welche nichtmedikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Mit welchen Nebenwirkungen habe ich bei einer medikamentösen Therapie zu rechen?

... und unsere Antworten:

Was bedeutet Überaktive Blase?
Unter Überaktiver Blase versteht man den unkontrollierten und unfreiwilligen Verlust von Urin. Der Fachausdruck "Harninkontinenz"leitet sich vom lateinischen Wort "continere" ab, was so viel bedeutet, wie "zusammenhalten".

Warum wird über das Thema Blasenschwäche so wenig berichtet?
Obwohl in Deutschland fünf bis acht Millionen Menschen unter Blasenschwäche leiden, wird die Krankheit in der Öffentlichkeit wenig thematisiert. Der Grund ist, dass die Betroffenen ihre Erkrankung als peinlich empfinden und daher ihre Blasenproblem verdrängen oder verschweigen. Sie beginnen sich aus Angst vor unangenehmen Situationen selbst zu isolieren. Auch viele Ärzte können ihren Patienten nur ungenügend Unterstützung leisten, da die Betroffenen nicht offen über ihr Leiden reden und viele Ärzte das Thema von sich aus auch nicht ansprechen. Daher ist eine gezielte Aufklärungsarbeit der Medien und der Industrie nötig, um das Thema Blasenschwäche zu enttabuisieren.

Wie viele Menschen sind von Blasenschwäche betroffen?
Zwischen fünf und acht Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Blasenschwäche. Somit ist die Blasenschwäche in etwa so häufig wie Heuschnupfen. Aufgrund der steigenden Lebenserwartungen wird ein Anstieg der Anzahl an Inkontinenzpatienten bis zum Jahr 2030 prognostiziert.

Sind von Blasenschwäche nicht nur alte Menschen betroffen?
Eine von vier Frauen über 35 Jahre hat eine schwache Blase. Ursache ist oft eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes. Bei Frauen in den Wechseljahren häufen sich ebenfalls die schwächeren Blasen. Starker Zigarettenkonsum und der übermäßige Genuss von Kaffee, Tee oder Alkohol sind für die Blase ebenfalls nicht förderlich. Das Alter ist also nicht der einzige Faktor für Blasenschwäche.

Wie funktioniert unsere Blase?
Die Nieren filtern die Abfallstoffe aus unserem Blut und produzieren ununterbrochen Urin, der zu Blase gelangt und dort gespeichert wird. Ist die Blase voll, erreicht ein Signal das Gehirn und wir verspüren den Drang auf die Toilette zu gehen. Schließlich entspannen sich die Beckenbodenmuskeln und lassen den Urin passieren.

Wie funktioniert die Harnkontrolle eigentlich?
Die menschliche Blase ist ein dehnbares Hohlorgan aus Muskelgewebe und Schleimhaut. Das durchschnittliche Fassungsvolumen beträgt ca. 500 ml. Ein muskuläres Verschlusssystem unter Beteiligung der Beckenbodenmuskulatur, sorgt dafür, dass der Harn zurückgehalten wird. Die willentliche Blasenentleerung (Miktion) wird durch Sensoren (Rezeptor) in der Blasenwand, die mit dem Gehirn in Verbindung stehen, gesteuert.

Welche Ursachen hat die Blasenschwäche?
Die Ursachen für eine Blasenschwäche sind vielfältig. Beispielsweise können Geburten, starke körperliche Belastungen, Übergewicht oder degenerative Alterserscheinungen zu einem Erschlaffen der Beckenbodenmuskulatur führen. Auch neurologische Erkrankungen, bestimmte Medikamente, häufige Harnwegsinfekte oder Prostatavergrößerungen können zu einer Blasenschwäche führen.

Gibt es verschiedene Formen von Harninkontinenz?
Es gibt zwei Hauptformen: die Dranginkontinenz und die Belastungsinkontinenz . Außerdem noch eine Mischform der beiden. Ihr Arzt muss die Diagnose genau stellen, da für die verschiedenen Formen unterschiedliche Therapieansätze nötig sind.

Was ist eine Dranginkontinenz?
Hierbei handelt es sich um eine aktive Form der Blasenschwäche als Symptom einer Überaktiven Blase. Schon während sich die Blase füllt, kommt es zu einem unfreiwilligen Entleerungsreiz. Der Harnverlust erfolgt unmittelbar vor oder nach einem starken Harndrang. Ursachen können häufige Harnwegsinfekte, aber auch bestimmte neurologische Erkrankungen sein.

Was ist eine Stress- oder Belastungsinkontinenz?
Diese Form ist bei Frauen am häufigsten. Durch körperliche Alltagsbelastungen wie Husten, Lachen, Niesen oder Treppensteigen kommt es zu einem Druckanstieg in der Bauchhöhle. Ist der Verschlussmechanismus der Blase geschwächt, z.B. nach einer Geburt, kommt es durch diesen Druckanstieg zu unkontrolliertem Harnverlust.

Was ist eine Mischinkontinenz?
Die Mischinkontinenz zeichnet sich durch das Vorliegen von Symptomen der Belastungs- und der Dranginkontinenz aus. Ihr zugrunde liegt eine Überaktive Blase und gleichzeitig ein defekter Verschlussmechanismus des Blasenausgangs.

Was ist eine Überlaufinkontinenz?
Aufgrund einer Verengung der Harnröhre, einer vergrößerten Prostata oder einer Fehlfunktion der Blasenmuskulatur ist die Blase stets prall gefüllt und kann sich beim Wasserlassen auch nicht komplett entleeren (Restharn). Die Blase füllt sich immer mehr, bis der Blasenmuskel überdehnt wird und unkontrolliert kleine Urinmengen abpresst.

Was ist eine Reflexinkontinenz?
Ursache ist eine unzureichende Informationsweitergabe über den Füllungszustand der Blase zwischen dem zentralen Nervensystem und der Blase, z.B. bei einer Unterbrechung der Nervenbahnen in der Wirbelsäule. Dadurch unterbleibt ein Harndrang, da der Impuls nicht weitergeleitet werden kann.

Wie erkenne ich eine Überaktive Blase?
Bei einer Überaktiven Blase zieht sich der Harnblasenmuskel bereits während der Blasenfüllung zusammen. Dadurch werden die typischen Symptome ausgelöst. Die Folge sind ein häufiger Harndrang, der auch sehr stark und plötzlich auftreten kann, nächtliches Erwachen (Nykturie) und eventuell auch eine Dranginkontinenz. Sollte eines dieser Symptome bei Ihnen vorliegen, sollten Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen, ob Sie unter einer Überaktiven Blase leiden.

Wie kann ich mich auf das Arztgespräch vorbereiten?
Überlegen Sie sich, welche Erwartungen Sie an eine Therapie haben und mit welchen Worten Sie das Gespräch am besten beginnen möchten. Machen Sie sich auch im Vorfeld Gedanken darüber, welche Fragen Ihnen der Arzt stellen wird und was Sie antworten. Schließlich sollten Sie sich auch einige Fragen überlegen, die Sie an den Arzt richten möchten. Unsere Checkliste hilft Ihnen bei der Vorbereitung auf dieses erste wichtige Gespräch.

Was versteht man unter einem Miktionstagebuch und wofür dient es?
In ein sogenanntes Miktionstagebuch tragen Sie täglich ein, wann Sie einen Harndrang verspürt haben, ob Sie daraufhin zur Toilette gegangen sind und ob Sie eventuell unfreiwillig Harn verloren haben. Weiterhin können Sie auch Ihre Trinkmenge notieren. Das Miktionstagebuch hilft Ihnen und Ihrem Arzt einen Überblick über Ihre Blasenfunktion zu erhalten und auch Therapiefortschritte deutlich zu machen. Ein Beispiel für ein solches Miktionstagebuch können Sie hier downloaden.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Überaktive Blase?
Zunächst fragt der Arzt danach, seit wann und wie oft es zu Harndrang kommt und wie stark und plötzlich er auftritt. Auch wird er Sie fragen ob und wie oft Sie ungewollt Harn verlieren. Dazu füllt er mit Ihnen einen Fragebogen aus. Dann untersucht er den Beckenboden und überprüft den Urin auf mögliche Infektionen. Häufig macht der Arzt noch eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege. In der Regel wird er Sie bitten ein sogenanntes Miktionstagebuch zu führen, in das Sie eintragen, wie viel Sie täglich trinken, wie oft Sie Harndrang verspüren, wie oft Sie zur Toilette gehen müssen, und wie häufig es zu ungewolltem Harnverlust kommt. Meist kann der Arzt dann abklären, welche Form der Blasenschwäche vorliegt und eine Behandlung vorschlagen. Nur wenn diese Diagnosemöglichkeiten keinen Erfolg bringen oder der Arzt noch keine eindeutige Entscheidung treffen konnte, wird er verschiedene Funktionsmessungen, wie z.B. eine Blasenspiegelung, eine Blasendruckmessung vornehmen. Diese speziellen Diagnosen führt in der Regel ein Urologe durch.

Kann man schon präventiv etwas gegen Blasenschwäche tun?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie der Blasenschwäche vorbeugen können. Am häufigsten werden Risikopatienten autogenen Training, Stärkung der Beckenbodenmuskulatur und Blasentraining von ihren Ärzten empfohlen. Diese Formen dienen der Entspannung und der Stärkung des Schließmuskelsystems der Blase.

Welche nichtmedikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Wichtig ist, dass Sie die Funktion Ihrer Blase und die Ursache Ihrer Beschwerden verstehen lernen. Bereits einige kleine Änderungen der Lebensgewohnheiten, wie eine zeitlich geplante Flüssigkeitsaufnahme, das Führen eines Miktionstagebuchs oder ein Blasentraining, können die Beschwerden deutlich reduzieren. Auch Entspannungsübungen, wie Autogenes Training, und eine gezielte Stärkung der Beckenbodenmuskulatur können helfen.

Mit welchen Nebenwirkungen habe ich bei einer medikamentösen Therapie zu rechen?
Am häufigsten werden eine leichte Mundtrockenheit und Verstopfung beobachtet, die aber meist nicht sehr stark und nur vorübergehend sind.

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