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Bayer Vital GmbH - Fri Sep 03 19:50:00 CEST 2010
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Die Blase

Die Harnblase dient der Speicherung des ständig gebildeten Urins. Dafür kann sie, wie ein Ballon, stark gedehnt werden. Ein komplexes Zusammenspiel von Gehirn, Blasen- und Beckenbodenmuskulatur reguliert die Speicherung und Entleerung der Blase.

Unsere beiden Nieren dienen dazu, das Blut von Abfall- und Giftstoffen zu reinigen. Hierzu bilden sie täglich etwa 1,5 Liter Harnflüssigkeit. Diese wird kontinuierlich abgegeben und fließt über die zwei Harnleiter (Ureter) in die Blase. Ihre Aufgabe ist es, den anfallenden Urin zu sammeln und auf unseren bewussten Impuls in größeren Portionen abzugeben. Dadurch erhalten wir eine gewisse Unabhängigkeit und Flexibilität.

Anatomie der Blase

Die Harnblase liegt, geschützt hinter der Schambeinfuge im kleinen Becken. Im leeren Zustand besitzt sie eine flache Form, die bei zunehmender Füllung kugelförmig wird. Das durchschnittliche Fassungsvermögen beträgt etwa 500 ml.

Die Wand der Harnblase besteht aus sogenanntem glattem Muskelgewebe. Das ist eine besondere Form von Muskulatur, die überall dort im Körper vorkommt, wo ein bestimmter Spannungszustand über längere Zeiträume hinweg aufrecht erhalten werden soll. Das Muskelgewebe verleiht unserer Blase die nötige Dehnungsfähigkeit. Innen ist die Wand mit einer Schleimhaut ausgekleidet.

In die Blasenwand münden die beiden Harnleiter. Und über die Harnröhre (Urethra) wird anschließend der Harn nach außen abgegeben.

Funktionsweise der Harnblase

Füllungsphase
Der Spannungszustand der Blasenmuskulatur und damit auch die Füllungsmenge wird ständig durch sogenannte Dehnungsrezeptoren in der Blasenwand registriert. Ab einem Volumen von 150-300 ml melden diese Rezeptoren an unser Gehirn, dass die Blase gefüllt ist und wir verspüren einen Harndrang.

Während der Füllungsphase ist die Wandmuskulatur der Blase relativ entspannt, damit sich die Blase dehnen kann. Die Muskulatur am Blasenausgang, der Harnröhre und dem Beckenboden ist dagegen angespannt um ein vorzeitiges Auslaufen der Blase zu verhindern.

Entleerungsphase
Die Harnentleerung (Miktion) wird von uns willentlich gestartet, wenn die Situation passend ist. Unser Gehirn reguliert nun die Muskelspannung von Blase und Verschlussmechanismus. Die Blasenmuskulatur spannt sich an. Gleichzeitig wird die Muskulatur an Blasenausgang, Harnröhre und Beckenboden entspannt. Dadurch kann der Harn ausgetrieben werden.

Unter normalen Umständen wird die Blase vollständig entleert und es bleibt kein Restharn zurück.

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